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Verein DOMUS Palliativmedizin und Hospiz für Chemnitz und Umgebung e.V.


Trotz Krankheit – Lebensqualität bis zuletzt.


Der Verein DOMUS (lat.: das Haus) setzt sich für eine familienzentrierte Betreuung und Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Menschen ein, ohne eine Wichtung auf Glauben, gesellschaftliche Stellung, Herkunft, Rasse, sexuelle Orientierung oder politische Anschauungen zu legen.

Beistand bei der Bewältigung der Krankheit, Aufklärung und Fürsorge für die Angehörigen sowie eine klassische Trauerbegleitung gehören zu den primären Aufgaben des Vereins.

 


 

Hospizdienst:


Herberge, Gastlichkeit, Samaritertum – dies sind Worte, die den gleichen Sinn beinhalten.

Lebensbegleitung bis zuletzt: Wenn möglich in einer vertrauten Umgebung – also möglichst zuhause mit der Familie und dem gewohnten sozialen Umfeld.

Wenn ein Patient „austherapiert“ ist, kann gegen die Krankheit selbst oft nicht mehr viel getan werden. Aber für den Menschen können wir noch sehr viel tun. Sterbeforscher fanden heraus, dass die letzte Zeit vor dem Sterben noch ein ganz intensives Leben bedeuten kann.

Hoffnung, Liebe und Lebensqualität schützt ein klein wenig vor der Verdrängung des Todes.

 


 

Palliativmedizin:


Palliativmedizin bedeutet die Behandlung von Patienten mit einer nicht heilbaren und weit fortgeschrittenen Erkrankung, für die das Hauptziel die Erhaltung der Lebensqualität und die Linderung von Schmerzen ist – sei es durch Schmerztherapie, Symptomkontrolle des Patienten, eine unterstützende Therapie oder durch eine psychische Begleitung.

Die Palliativmedizin will den Menschen in seiner Ganzheit „ummanteln“, wie es wörtlich übersetzt heißt. Durch von Nächstenliebe geprägte und ehrenamtlich ausgebildete Helfer ist ein Besuch zuhause in der gewohnten Umgebung, aber auch im Seniorenheim oder im Krankenhaus möglich.

 


 

Das Ehrenamt:


Die ehrenamtlichen Palliativ- und Hospizbegleiterinnen und -begleiter werden in einem vierteljährlichen Ausbildungskurs auf ihre Aufgaben vorbereitet und weiterhin von hauptamtlichen Mitarbeitern betreut.

Der Verein DOMUS möchte Menschen in der letzten Phase ihres Lebens unterstützen und gemeinsam mit den ehrenamtlichen Begleitern helfen, dass sie auch diese Zeit als lebenswert, würdig und erfüllend empfinden können.

Die Betreuung ist für den Patienten kostenfrei.

Die Arbeit beginnt beispielsweise mit Besuchsdiensten bei einsamen, alleinstehenden oder kranken Menschen, um das Vertrauen zu dem Betreuenden rechtzeitig aufbauen zu können.

Zuhören, gemeinsam Ängste abbauen und eine ruhige, gute Lebensqualität zu finden, sind die wichtigsten Aufgaben.

 



Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Geschäftsstellen stehen für Anfragen gern zur Verfügung:

Geschäftsstelle Mittweida:


Hainichener Straße 4-6

09648 Mittweida

Tel. 03727/99 9035, Fax 03727/99 9076

 

Geschäftsstelle Chemnitz:


Stadlerstraße 21

09126 Chemnitz

Tel. 0371/52029-35 oder -36, Fax 0371/52029-37

 

 



Bitte unterstützen Sie unseren Verein!

Wir stellen Ihnen gern eine Spendenbescheinigung aus.

 

Bankverbindung:


Sparkasse Chemnitz

Konto:    355 100 9600

BLZ:    870 500 00

 



Berichterstattung zur Einrichtung einer palliativ-medizinischen Station mit acht Betten im Krankenhaus Mittweida (Freie Presse vom 17.01.2009):

"Wenn Schmerzen nur noch zu lindern sind"

 


 

Ein ehemaliger Patient berichtet über seine Erfahrungen:

 

STEFFEN EFFENBERGER AUS TAURA GIBT SICH TROTZ UNHEILBARER KRANKHEIT NICHT AUF

„Nicht einmal 6 Wochen ist es her, dass ich mich darüber wunderte, etwa 12 Kilo binnen kürzester Zeit abgenommen zu haben. Dazu quälten mich plötzlich Schmerzen im ganzen Körper. Ich ging zu meiner Hausärztin, die mich gründlich untersuchte. Ein paar Tage später erhielt ich einen Anruf, ich solle mich sofort ins Krankenhaus begeben. Ich nahm das alles nicht so ernst und schob es noch ein paar Tage hinaus. Erst einmal überlegte ich, in welches Krankenhaus ich gehen sollte. Hartmannsdorf und Mittweida liegen etwa gleich weit entfernt von Taura, meinem Heimatort. Ich entschied mich für das Krankenhaus Mittweida, obwohl ich in meinem Kollegenkreis auch ein paar negative Meinungen gehört hatte.
Am 27. Oktober wurde ich eingeliefert, zwei Tage später erhielt ich die Diagnose: Pankreaskarzinom (Bauchspeicheldrüsenkrebs) im Endstadium. Der Krebs streute bereits in alle Richtungen, so dass eine Operation nicht mehr möglich gewesen wäre. Und eine Chemotherapie würde meinem Körper zuviel Kraft kosten. Deshalb lehnte ich diese Variante ab. Seitdem werde ich rund um die Uhr über ein Gerät, was ich immer bei mir trage, mit Morphium versorgt, damit ich wenigstens die Schmerzen ertragen kann.
Ich weiß, dass ich sterbenskrank bin und mir nicht mehr viel Zeit zum Leben bleibt, aber ich gebe mich nicht auf. Dabei helfen mir viele Menschen. Dem Krankenhaus Mittweida ist der Verein DOMUS – Palliativmedizin und Hospiz e.V. angeschlossen, in dem viele ehrenamtliche Mitarbeiter tätig sind. Ich möchte hier besonders Frau Jentzsch und Schwester Karin hervorheben, die mich in den letzten Wochen fürsorglich betreut haben und vieles, was ich plötzlich nicht mehr alleine kann, möglich gemacht haben. Ob es der Weg zur Bank, die Erledigung von Formalitäten, ein Einkauf oder einfach ein paar liebe Worte waren, da war immer jemand für mich da – auch nach Feierabend.
Aber auch während meiner Krankenhausaufenthalte auf der Station 3 in Mittweida wurde ich immer kompetent behandelt. Das Personal ist sehr gut, sowohl fachlich als auch menschlich. Von der Reinigungskraft bis zum Chefarzt – was diese Menschen leisten, verdient meinen vollsten Respekt.
Ich möchte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vom Verein DOMUS e.V. und des Krankenhauses Mittweida danken, für alles, was sie für mich getan haben.“ (Mittweida, 28.11.2008)

Presseartikel in der Freien Presse vom 04.12.2008 ansehen

 


 

Weiterführende Informationen erhalten Sie unter www.ahd-domus-ev.de.