Aktuelle Nachrichten

Krankenhaus Mittweida erhält Bronze-Zertifikat für „Aktion Saubere Hände“

27.11.2017

 

Seit Oktober 2017 nimmt das Krankenhaus Mittweida an der „Aktion Saubere Hände“ teil und wurde gleich im ersten Anlauf mit dem Bronze-Zertifikat ausgezeichnet. Um dieses Zertifikat zu erhalten, müssen Krankenhäuser nachweisen, wie gut sie im Bereich Händedesinfektion aufgestellt sind.

Dabei wird nicht nur die Ausstattung mit Desinfektionsspendern permanent geprüft und dokumentiert, sondern auch der Verbrauch an Händedesinfektionsmitteln gemessen und ausgewertet. Zur Erlangung des Bronze-Zertifikates muss die Klinik der "Aktion Saubere Hände" die Einhaltung der fünf Indikationen laut WHO zur Händedesinfektion mittels eines Assessment-Tools belegen. Die Desinfektion der Hände erfolgt dabei vor jedem Patientenkontakt, vor aseptischen Tätigkeiten wie Verbandswechsel, Spritzen etc., nach Kontakt mit potenziell infektiösem Material (Wundverbände etc.) als auch nach Patientenkontakt sowie nach Kontakt mit der direkten Patientenumgebung (Nachttische etc.).

Ein weiteres Ziel der Aktion ist es, mit Hilfe einer umfassenden, disziplinierten und richtig eingesetzten Desinfektion der Hände im Klinikalltag nicht nur die Übertragung von Krankheitserregern im Klinikalltag drastisch zu reduzieren, sondern auch das Bewusstsein für die Hygiene der Hände zu schärfen. Dazu führte das Krankenhaus Mittweida erst kürzlich eine öffentliche Aktion durch, die von einem breiten Publikum interessiert angenommen wurde.

"Wir sind sehr stolz auf das Ergebnis. Das Bronze-Zertifikat ist die erste Stufe, die wir als teilnehmende Klinik erreichen können und müssen. Erst danach sind Zertifizierungen in Silber und Gold überhaupt möglich. Wir konnten alle zwingend notwendigen Maßnahmen innerhalb kürzester Zeit umsetzen," berichtet Hygienefachschwester Peggy Gramm stolz, die in einem weiteren Schritt nun auch das Silber-Zertifikat erreichen möchte. "Wir freuen uns sehr über das erhaltene Bronze-Zertifikat. Es ist eine Anerkennung unserer dauernden Bemühungen um den Erhalt und die Verbesserung unserer medizinischen Versorgungsqualität." erläutert auch Dr. Manfred Dörne, Vorsitzender der Hygienekommission des Krankenhauses. Händedesinfektion durch das Klinikpersonal und die Besucher ist die wichtigste Voraussetzung zur Vermeidung von Übertragungen von Keimen. Im Krankenhaus Mittweida sind deshalb alle Ärzte, der Pflegedienst, alle Therapeuten, die Verwaltungsmitarbeiter und der technische Dienst in Hygiene-Schulungen eingebunden.

Das Krankenhaus Mittweida ist eines von nur zwei Krankenhäusern im Landkreis Mittelsachsen, das über ein Zertifikat verfügt. Das Zertifikat hat eine Gültigkeit von zwei Kalenderjahren.

 

Klinikärzte der LMK sichern seit einem Jahr die notärztliche Versorgung am Notarztstandort Mittweida

01.11.2017

 

Ob ein Herzinfarkt, ein Autounfall oder Sturz - wenn eine Notfallsituation eintritt, wünscht sich jeder schnelle Hilfe. Dann sollte auch der Notarzt nicht weit sein, damit im Ernstfall keine unnötige Zeit verstreicht, die über Leben und Tod entscheiden kann. Doch in der Vergangenheit gab es Schwierigkeiten, eine lückenlose Besetzung der Notarztdienste am Standort Mittweida sicherzustellen. Nicht zu jeder Tages- und Wochenzeit standen ausreichend Ärzte in der Region zur Abdeckung der Dienste zur Verfügung.

Aus diesem Grund hatte sich die Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH (LMK) im vergangenen Jahr auf eine europaweite Ausschreibung beworben, welche die Organisation der Notarztdienste für den Notarztstandort Mittweida sicherstellen und die bestehenden Versorgungslücken dauerhaft schließen sollte. Zusammen mit der Firma Rescue Mittelsachsen erhielt die LMK den Zuschlag. "Unsere Klinikärzte übernehmen damit eine wichtige Aufgabe in der Notfallversorgung in Mittelsachen", freut sich Florian Claus, Geschäftsführer der Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH. Seit November 2016 werden die Dienste über die Ärzte des Mittweidaer Krankenhauses in Zusammenarbeit mit ortsansässigen niedergelassenen Kollegen gesichert. Etwa 2.500 Notarzteinsätze wurden innerhalb des letzten Jahres insgesamt geleistet. Durch das Engagement der LMK hat sich somit die notärztliche Versorgung in der Region stark verbessert.

Die Organisation und sämtlicher Verwaltungsaufwand wird durch Ronny Illig durchgeführt, der eigens zum Betrieb des Notarztstandortes Mittweida die Firma Rescue Mittelsachsen gegründet hat. Der gelernte Rettungsassistent fährt schon seit Jahren in der Region im Rettungsdienst und weiß um die hiesigen Probleme. Er entwickelte deshalb ein System, welches den Notärzten beispielsweise den bürokratischen Aufwand erleichtert und somit neue Anreize zur Beteiligung schafft. Auch wurden durch Ronny Illig mehrere Notarzttreffen mit Fortbildungen durchgeführt. Hier entstand ein sehr guter Erfahrungsaustausch von Ärzten der LMK und ortsansässigen Ärzten. "Dadurch konnten auch neue Ärzte für den Notarztdienst gewonnen werden." freut sich Ronny Illig. Er zieht nach einem Jahr kooperativer Zusammenarbeit eine positive Bilanz: "Meine Ziele sind erreicht worden, die Arbeit zwischen Ärzten, Rettungsdienst und Krankenhaus hat sich optimiert. Das Engagement niedergelassener Ärzte ist gestiegen und insgesamt hat sich damit die Patientenversorgung in der Region Mittweida zum positiven entwickelt." Auch die Erfahrungen der beteiligten Notärzte seien durchweg positiv. Auf Nachfrage betonten diese, dass sie durch den geringen Verwaltungsaufwand wieder mehr Zeit für ihre eigentliche Tätigkeit hätten: die Versorgung von Notfallpatienten.

 
Bild: Oberarzt Dipl.-Med. Götz Kästner von der Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH und Ronny Illig von Rescue Mittelsachsen sichern gemeinsam mit ihren Kollegen den Rettungsdienst am Notarztstandort Mittweida. (Foto LMK/Archiv)

 

Katastrophenschutzübung im Krankenhaus Mittweida erfolgreich durchgeführt

23.10.2017

 

Das Krankenhaus Mittweida hat am vergangenen Samstag bei einer vom Landkreis Mittelsachsen initiierten Katastrophenschutzübung den Ernstfall geprobt: Bei einer simulierten Gasexplosion in Mittweida gab es einen Massenanfall von Verletzten (MANV). 17 der insgesamt über 100 Verletzten wurden dabei im Mittweidaer Krankenhaus versorgt. Da dieser Fall jederzeit auch in der Realität auftreten kann, stellte diese Übung eine wichtige Maßnahme dar, um zu überprüfen, ob der Krankenhausalarmierungsplan für externe Schadenslagen reibungslos funktioniert.

"Wir begrüßen die Durchführung der Katastrophenschutzübung in unserem Hause sehr, da es uns die Möglichkeit bietet, die internen Handlungsabläufe und Steuerungsprozesse unter realitätsnahen Voraussetzungen zu durchlaufen. Als erste Anlaufstelle für Schwerstverletzte bei Großschadensereignissen in der Umgebung tragen wir eine große Verantwortung für die Region." erklärt Geschäftsführer Florian Claus.

Aus diesem Grund wurde der Alarm- und Einsatzplan des Hauses in diesem Jahr überarbeitet und an die aktuellen Maßgaben der Feuerwehr-Dienstvorschrift 100, welche die Führung und Leitung im Einsatz regelt, angepasst. Nach diesem detaillierten Plan wurden entsprechende zusätzliche Mitarbeiter, Ärzte und Pflegekräfte von zu Hause herbeigerufen, um die bereits im Einsatz befindlichen Spezialisten gezielt zu unterstützen. "Wir sehen die diesjährige Übung als Chance, unseren aktualisierten Alarm- und Einsatzplan realitätsnah zu testen. Wir konnten damit überprüfen, ob die neuen Regelungen im Ernstfall entsprechend greifen und ob die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Sachgebietsgruppen (S1 bis S6) einwandfrei funktioniert." betont Claus, der sich mit dem Verlauf der Übung sehr zufrieden zeigt. Eine gezielte Analyse des Übungsverlaufs soll im Nachgang mögliche Verbesserungspotentiale aufzeigen, um zukünftig in ähnlichen Situationen optimal vorbereitet zu sein.

Der Alarm- und Einsatzplan ist allen Mitarbeitern bekannt. Mindestens einmal jährlich werden die Krankenhausmitarbeiter über die Inhalte des Krankenhaus-Alarm- und Einsatzplanes unterwiesen. Darin sind neben dem Massenanfall an Verletzten auch weitere interne und externe Gefahren- und Notfallsituationen geregelt, bei denen der Alarm- und Einsatzplan zum Einsatz kommt, wie beispielsweise Brände, Bedrohungen, Havarien oder der Sonderfall Pandemie.

Foto: Oberarzt Carsten Naß übernimmt einen "schwerstverletzten" Patienten in der Mittweidaer Notfallambulanz und leitet alle weiteren Schritte ein.

 

Ambulante Praxis und Frauenklinik gehen gemeinsamen Weg

13.10.2017

 

Um die ambulante Versorgung und die stationäre Betreuung von Frauen aller Altersgruppen und in allen Lebenssituationen optimal aufeinander abzustimmen, wurde Anfang Oktober 2017 ein Gemeinschaftsprojekt zwischen der in Mittweida ansässigen Frauenarztpraxis von Frau Dr. Heike Fritsch und der Frauenklinik des Krankenhauses Mittweida begonnen.

Frau MUDr. Marie Krizková wird neben Ihrer Krankenhaustätigkeit auch an zwei Wochentagen in der Praxis arbeiten. Seit sechs Jahren verstärkt die Fachärztin das Frauenklinikteam in Mittweida.

Die LMK geht damit innovative Wege, um die Patientenversorgung stetig zu verbessern und die bisherige gute Zusammenarbeit weiter zu intensivieren. "Alle Seiten profitieren, am meisten die Patientinnen." betont Dr. Heike Fritsch. "Durch gute ambulante Betreuung im Kontext mit dem ganzheitlichen Ansatz unserer Praxis können unnötige stationäre Aufenthalte verhindert werden. Sollte jedoch ein solcher notwendig sein oder gar eine Operation anstehen, kann dies ohne Übergangs- und Kommunikationsprobleme organisiert und durchgeführt werden, ebenso die ambulante Nachbetreuung." so Fritsch.

Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Krankenhauses Mittweida ist mit einem Team aus acht FrauenärztInnen sowie acht Klinikhebammen, einer Beleghebamme und den 30 Schwestern auf der Gynäkologischen und der Entbindungsstation sehr gut aufgestellt. Etwa 2600 stationäre und ambulante Fälle werden pro Jahr hier und im Zertifizierten Brustzentrum betreut, darunter 500 Geburten. Besonderer Wert wird auf eine familienorientierte natürliche Geburtshilfe gelegt.

Foto: MUDr. Marie Krizková aus der Frauenklinik des Krankenhauses Mittweida unterstützt ab sofort Dr. Heike Fritsch (re.) in ihrer ambulanten Frauenarztpraxis im Mittweidaer Bürgerkarree.