Zertifiziertes EndoProthetikZentrum Mittweida

 

 

Die Abnutzung eines großen Gelenks (Knie- oder Hüftgelenk) bedeutet für Betroffene schwerwiegende Einschnitte in der Lebensqualität. Neben starken Schmerzen und reduzierter Mobilität müssen mitunter auch regelmäßig Schmerzmittel eingenommen werden. Besonders im Alter, aber auch bei jungen Menschen, ist diese Entwicklung unbefriedigend.

Das Zertifizierte EndoProthetikZentrum Mittweida (EPZ) - bestehend aus der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Wirbelsäulenchirurgie, der orthopädischen Praxis Dr. Steffen Schreiber Mittweida sowie zahlreichen weiteren Kooperationspartnern - hat sich darauf spezialisiert, künstliche Gelenke (Endoprothesen) nach den aktuellsten medizinischen, pflegerischen und physiotherapeutischen Standards einzusetzen, sofern das eigene Gelenk durch eine konservative Therapie nicht mehr erhalten werden kann.

In der Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH verfügen die behandelnden Ärzte über eine jahrzehntelange und reichhaltige Erfahrung im Umgang mit diesen Abnutzungserscheinungen. Seit 1992 werden in unserem Krankenhaus in hoher Qualität und Verantwortungsbewusstsein künstliche Hüft- und Kniegelenke implantiert. Im Jahr 2014 hat sich die Klinik deshalb erstmals und erfolgreich dem anspruchsvollen Zertifizierungsverfahren zum EndoProthetikZentrum unterzogen, welches seitdem durch unseren hohen Qualitätsanspruch stetig weiterentwickelt wird. Seit dem 01.01.2016 ist das Zentrum am Standort Mittweida ansässig.

In aufwändigen Re-Zertifizierungsverfahren, bei denen neben der Operation selbst und den qualitativen Ergebnissen auch Bereiche, wie Physiotherapie, Pflegestationen, OP-Trakt, Röntgenabteilung, Anästhesie sowie Intensivstation, genauestens geprüft werden, erfolgt die regelmäßige Kontrolle unserer Arbeit. Das Erreichen des Zertifikates für den Standort Mittweida bestätigte die Erfüllung der hohen Qualitätsstandards und sichert unseren Patienten eine leitliniengerechte Behandlung nach bewährten Standards.

 

 

Hüftgelenkersatz

  • Endoprothetik nach Maß und entsprechend den individuellen Voraussetzungen (Knochen) mit bewährten Implantaten aus hochwertigen Materialien,
  • weichteilschonende Implantiertechnik von überwiegend zementlosen Endoprothesen, oberflächenbeschichtet mit garantierter schneller knöcherner Integration (Einwachsen) und dadurch überaus langer Standzeit,
  • Wechseloperation bei nicht infektiöser oder infektiöser Lockerung ein- oder zweitzeitig unter Verwendung spezieller Implantate,
  • Spezialendoprothetik bei komplizierten Voraussetzungen (Hüftverrenkung, Hüftdysplasie, etc.),
  • Analyse von Beschwerden bei liegender Hüftendoprothese.


Bei der Operation werden der verschlissene Hüftkopf und die geschädigte Hüftpfanne entfernt und durch eine Prothese ersetzt. Die Pfanne wird im Becken befestigt. Der Prothesenschaft mit dem künstlichen Kopf wird im Oberschenkelknochen verankert.

Der genaue Ablauf der Operation und die Implantationstechnik werden Ihnen bei der Operationsaufklärung im Detail dargelegt.

Ziel der Operation ist es, Ihnen eine schmerzfreie, deutlich verbesserte Beweglichkeit des Hüftgelenkes zu ermöglichen. Sie können Ihren täglichen Aktivitäten nahezu uneingeschränkt wieder nachgehen.

 


 

Kniegelenkersatz

  • Endoprothetik nach Maß und entsprechend den individuellen Voraussetzungen (Knochen, Weichteilsituation) mit bewährten Implantaten aus hochwertigen Materialien (teilweise oder vollständiger Oberflächenersatz; nicht-, teil- oder voll gekoppelte Prothesen),
  • Wechseloperationen bei nicht infektiöser oder infektiöser Lockerung ein- oder zweitzeitig unter Verwendung spezieller Implantate,
  • Spezialendoprothesen bei komplizierten Voraussetzungen (extremer Fehlstellung, extreme Instabilität etc.),
  • Analyse von Beschwerden bei liegender Knieendoprothese.


Bei der Operation werden die verschlissenen Gelenkanteile im Kniegelenk vollständig entfernt. In den meisten Fällen ist deshalb ein kompletter Oberflächenersatz notwendig. Unter bestimmten, aber eher seltenen Voraussetzungen ist auch nur ein Teilersatz möglich.

Bei instabilem Bandapparat sind teil- oder vollgekoppelte Prothesen erforderlich.

Ziel der Operation ist es, Ihnen eine schmerzfreie und deutlich verbesserte Beweglichkeit des Kniegelenkes zu ermöglichen, damit Sie nach der Operation Ihren täglichen Aktivitäten uneingeschränkt nachgehen können.

 


 

EPZ-Sprechstunde 

In unseren speziellen EPZ-Sprechstunden findet ein detailliertes Beratungsgespräch statt, bei dem Sie frühzeitig Kontakt mit Ihren Operateuren aufnehmen und individuelle Fragen stellen können. Dabei wird auch über die Notwendigkeit einer Operation überhaupt gesprochen. Ebenso kann die entsprechende Diagnostik vor solch einem großen Eingriff, wie der Implantation eines künstlichen Gelenks, durchgeführt und ggf. ein Operationstermin vereinbart werden.

Sollte die Operation angezeigt sein, werden Sie umfassend über die Operationstechnik, das Implantat, die Risiken und Ziele der Operation sowie über den gesamten Behandlungsablauf aufgeklärt. Es erfolgt eine genaue digitale Röntgenplanung zur Festlegung der notwendigen Größe und Art der Prothese.

 

Termine bei Chefarzt Dr. Erik Hauffe:

Di.: 14:00 - 18:00 Uhr
Mi.: 09:00 - 13:00 Uhr

(nach telefonischer Vereinbarung)

Anmeldung: Tel. 03727/99 1701

 

Termine in der orthopädischen Praxis Dr. Steffen Schreiber:

Mo.: 08:30 - 13:00 und 14:00 - 17:00 Uhr
Di.: 08:30 - 13:00 und 14:00 - 17:00 Uhr
Mi.: 08:30 - 13:00 Uhr
Do.: 08:30 - 13:00 und 14:00 - 17:00 Uhr
und nach Vereinbarung

Anmeldung: Tel. 03727/600130

 


 

Physiotherapie

Einen Tag nach der Operation beginnen unsere erfahrenen Physiotherapeuten direkt mit der Mobilisierung des Patienten. Eine auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten abgestimmte Physiotherapie/Krankengymnastik stellt einen wichtigen Faktor für einen optimalen Behandlungserfolg dar.

Zweimal am ersten Tag nach der Operation helfen die Physiotherapeuten bei Stehübungen am Bett. In den folgenden Tagen wird schrittweise ein Gangbild (in der Regel unter Benutzung von zwei Unterarmstützen) erarbeitet, so dass die meisten Patienten am Entlassungstag im Wechselschritt gehen und Treppen steigen können.

Täglich erhalten die Patienten zur Förderung der Beweglichkeit, zum Kraftaufbau und zur Schmerzlinderung Einzelkrankengymnastik am Bett. Dabei handelt es sich um befundgerechte, gezielte physiotherapeutische Übungen (aktiv und passiv).

Die Bewegungsschiene, auf welcher das operierte Knie vorsichtig passiv allmählich gebeugt und gestreckt wird, unterstützt zweimal pro Tag die Mobilisation. So sind ab dem zweiten Tag täglich für Patienten mit Hüftendoprothesen 3 und für Patienten mit Knieendoprothesen 5 Therapien vorgesehen.

Wichtig: Patienten, denen ein Schmerzkatheter gelegt wurde, dürfen nur mit Therapeuten- oder Schwesternbegleitung aufstehen.

 


 

Wie geht es nach dem stationären Aufenthalt weiter?

Nach der stationären Akutbehandlung erfolgt in Regel eine ambulante oder stationäre Rehabilitation. Unsere äußerst engagierten Mitarbeiterinnen im Sozialdienst werden Ihnen eine für Sie passende qualifizierte Reha-Maßnahme vermitteln.

 


 

Leitung & Kontakt

 

Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH

EndoProthetikZentrum Mittweida

Hainichener Straße 4-6

09648 Mittweida

Tel. 03727/99 1701, Fax 03727/99 1704

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Leiter des EPZ

Chefarzt Dr. med. Erik Hauffe

Hauptoperateur

Facharzt für Chirurgie/Spezielle Unfallchirurgie

Koordinator des EPZ

Dr. med. Steffen Schreiber

Hauptoperateur

Facharzt für Orthopädie

Lauenhainer Straße 59

09648 Mittweida

Tel. 03727/600130

 


 

Unser Zertifikat