Am 1. Februar ist der alljährliche internationale Tag der Arthroskopie

Am 1. Februar ist der alljährliche internationale Tag der Arthroskopie – Wir klären auf!

Die Arthroskopie hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt und nimmt auch im Mittweidaer Klinikum einen hohen Stellenwert ein. Als technikgeprägte Methode profitiert sie vom wissenschaftlich-technischen Fortschritt und wird somit für die Patienten immer sicherer. Dennoch existieren in der Bevölkerung immer noch zahlreiche Vorurteile und Halbwahrheiten in Bezug auf diese Operationsmethode. Ärzte in ganz Deutschland, Österreich und Schweiz haben deshalb den 1. Februar zum „Tag der Arthroskopie“ ausgerufen und nutzen diesen zur intensiven Aufklärung. Chefarzt Dr. med. Erik Hauffe steht deshalb Rede und Antwort, wann arthroskopische Techniken zum Einsatz kommen und warum.

Chefarzt Dr. med. Erik Hauffe

Chefarzt Dr. med. Erik Hauffe

Herr Chefarzt Dr. Hauffe, es heißt, Gelenkarthrose ist ein Endzustand. Wie ist das zu verstehen und kann man überhaupt noch etwas dagegen tun?
Oft erstreckt sich der Leidensweg über Jahre hinweg. Vor allem die häufig genutzten Gelenke, wie Knie-, Hüft- und Schultergelenk sind betroffen. Mit einer Reihe von konventionellen (Physiotherapie, Bandagen, Orthesen) und auch operativen Maßnahmen kann man das Eintreten einer Arthrose zwar weit hinauszögern, dazu ist jedoch ein sinnvolles Herangehen an die Erkrankung von großer Bedeutung. Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung ist neben dem ärztlichen Gespräch die Untersuchung des betroffenen Gelenkes bis hin zu diagnostischen Maßnahmen wie Röntgen, CT oder MRT.

Ist in diesem Zusammenhang die Gelenkspiegelung (Arthroskopie) eine sinnvolle Maßnahme?
Ja! Arthroskopische Techniken werden vor allem bei Eingriffen an Knie-, Hüft-, Schulter-, Ellenbogen-, Fußgelenken angewendet, um störende bzw. krankhafte Strukturen effektiv zu therapieren. Dabei können frische Unfallverletzungen bis hin zu älteren Läsionen, aber auch Folgen eines Abnutzungsprozesses sinnvoll behandelt werden. Ein Beispiel dafür ist die arthroskopische Knorpelglättung oder Teilentfernung eines eingerissenen Meniskus. Heute werden viele Verletzungen und Erkrankungen minimalinvasiv behandelt. Mithilfe der Arthroskopie kann dabei über einen kleinen Zugang zum Gelenk der gesamte Eingriff erfolgen – mit vielen Vorteilen für den Patienten.

Welche Vorteile sind das?
Durch diese „Schlüsselloch-Chirurgie“ können postoperative Schmerzen reduziert und die Regenerationszeiten verringert werden, das heißt der Patient ist schneller wieder gesund und kann auch seiner gewohnten Tätigkeit nachgehen. Wir sehen auch nur noch selten Infektionen nach einem Gelenkeingriff.

Warum ist Ihnen der Tag der Arthroskopie am 1. Februar so wichtig?
Die Möglichkeiten der Arthroskopie sind so vielfältig und effektiv, dass das Team der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Wirbelsäulenchirurgie es sich zur Aufgabe gemacht hat, zu informieren, aufzuklären und Präsenz zu zeigen. Gern hätten wir diesen Aktionstag wieder mit einer öffentlichen Veranstaltung begleitet, denn diese erfreute sich im vergangenen Jahr eines hohen Interesses bei fast 80 Betroffenen. Damals gab es einen Expertenvortrag mit interessanten Fallbeispielen und die Teilnehmer konnten anhand von Trainingsmodellen und eines Arthroskopieturmes auch selbst Hand anlegen.

Wir sind über unser Chefarztsekretariat unter 03727/99-1701 gern erreichbar.