Leistenschmerzen unterschiedlichster Art und “Herkunft” standen gestern zum "Tag der Hernie" im Klinikum Mittweida im Fokus.
Chefarzt Dr. med. Erik Hauffe (Unfallchirurgie/Orthopädie) und Oberarzt Dr. med. Stefan Wehrmann (Viszeralchirurgie) stellten im Patientenforum anschaulich dar, welche Ursachen es für die oft sehr unangenehm empfundenen Schmerzen gibt und wie sie nach entsprechender Diagnosestellung im Klinikum Mittweida behandelt werden können.
Eine Hernie ist ein angeborener oder erworbener „Bruch" bzw. eine „Lücke“ entlang der Bauchwand bzw. des Zwerchfells, wobei Baucheingeweide, bspw. Fett oder auch Darm durchtreten. Wenn Darmgewebe eingeklemmt ist und plötzlich starke Schmerzen auftreten, besteht die Gefahr einer Durchblutungsstörung - dann ist eine Notfallversorgung nötig. Männer sind übrigens deutlich häufiger betroffen als Frauen. Einen Leistenbruch - eines der häufigsten Krankheitsbilder der Chirurgie - erwerben ca. 25 Prozent aller Männer im Laufe ihres Lebens, wobei Frauen lediglich zu zwei bis drei Prozent betroffen sind.
Doch nicht nur der klassische Bruch im Gewebe, sondern auch muskuläre Ursachen, Probleme im Hüftgelenk oder der Wirbelsäule kommen für Leistenschmerzen in Betracht, wie Dr. Hauffe erklärte.
Nicht immer ist eine Operation notwendig, aber wenn, dann profitieren Patienten in Mittweida von hohen Qualitätsstandards. Die Mittweidaer Klinik ist eine von nur drei Kliniken in ganz Sachsen, die von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) als Zertifiziertes Hernienzentrum geführt wird.








