Die Klinik für Geriatrie freute sich in dieser Woche über hohen Zuspruch und viele Besucher zum Info-Tag "Alter, Pflege und Demenz", der zweiten Veranstaltung im Klinikum Mittweida im Rahmen des gleichnamigen Aktionsmonats des Landkreises Mittelsachsen.
Nachdem es im Klinikum Mittweida in der vergangenen Woche bereits den "Tag der pflegenden Angehörigen" gab, standen diesmal Themen rund um das Alter im Fokus. Chefärztin Dipl.-Med. Silvia Hohmann erläuterte in ihrem Vortrag anhand von vielen anschaulichen Fallbeispielen die Auswirkungen von Alterungsprozessen in verschiedensten Lebenssituationen. Viele Gäste lauschten interessiert, womit Familien tagtäglich konfrontiert werden, wenn beispielsweise nach einem Schenkelhalsbruch bei Oma oder Opa plötzlich nichts mehr geht: die Wohnung im zweiten Stock, das nächste Lebensmittelgeschäft kilometerweit entfernt, die Angehörigen nicht in der Nähe…
Doch nicht nur die Betroffenen selbst, sondern vor allem die Angehörigen sehen sich hier einem großen Druck ausgesetzt. Viele hatten ganz individuelle Fragen und nutzten deshalb dankbar die Gelegenheit zum Austausch mit dem Team der Mittweidaer Klinik. In einer angenehmen Diskussionsrunde beantwortete das Team zahlreiche Fragen der Gäste.
Das Thema Demenz wurde besonders thematisiert. Frau Hohmann erklärte, wie man diese erkennt, diagnostiziert und wie man damit umgeht. In Deutschland leben derzeit etwa 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung, Tendenz steigend. Die von Frau Hohmann geleitete Klinik arbeitet mit einem besonderen geriatrischen Behandlungskonzept und ist auf den Umgang mit dieser Patientengruppe gut eingestellt. Die geriatrische Komplexbehandlung umfasst i.d.R. einen stationären Aufenthalt von 14 Tagen.
Eine Zeitreise ins Alter konnte man im praktischen Teil der Veranstaltung mit dem sogenannten "Gert"-Gerät erleben. Dabei handelt es ich um einen speziellen Anzug, der typische Effekte des Alterns simuliert und es jüngeren Menschen ermöglicht, sich in ältere Personen hineinzuversetzen, z.B. Eintrübung der Augenlinse, Einengung des Gesichtsfeldes, Schwerhörigkeit, Kraftverlust und vieles mehr.








