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Neue Rettungswache feierlich eingeweiht

 

Nach zweijähriger Bauzeit konnte am Freitag die neue Rettungswache Mittweida in der Hainichener Straße feierlich eingeweiht und an den Landkreis Mittelsachsen als Aufgabenträger des bodengebundenen Rettungsdienstes und künftigen Mieter übergeben werden.

Mit der feierlichen Schlüsselübergabe fügt sich ein weiteres Puzzleteil in das angestrebte Mittweidaer Campuskonzept: Zusammen mit den am Standort vorhandenen stationären und ambulanten Strukturen (Klinikum, Integrierte Notfallversorgung, Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung sowie MVZ) kann hier eine breite Palette modernster, wohnortnaher Grund- und Regelversorgung angeboten werden. Mit dem modernen Neubau wird die notfallmedizinische Versorgung in der mittelsächsischen Region nachhaltig gestärkt und auf den neuesten Stand gebracht. Annähernd 100 Gäste nahmen die neuen Räumlichkeiten bei der offiziellen Einweihung in Augenschein. Direkt im Anschluss nutzten am Freitagnachmittag viele Mittweidaer Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, das Objekt bei einem Tag der offenen Tür zu besichtigen und an individuellen Führungen teilzunehmen.

Rückblick:
Bereits im Juli 2020 wurde im LMK-Aufsichtsrat der Beschluss für den Neubau gefasst, ein Jahr später der Mietvorvertrag geschlossen, Ende 2022 erfolgte die Bauantragsstellung, für den Mitte 2023 die Baugenehmigung erteilt wurde. Bevor der Neubau jedoch errichtet werden konnte, wurden zunächst eine Bushaltestelle verlegt und der bisher auf dem Gelände befindliche Altbau, in dem zuletzt die Klinikverwaltung und Cafeteria untergebracht waren, abgerissen. Nach dem Abriss im Frühjahr 2024 konnte im Juni 2024 der Spatenstich für den Neubau der Rettungswache erfolgen. Nach nur einem halben Jahr Bauzeit wurde im Dezember 2024 Richtfest gefeiert.

Die neue Rettungswache ersetzt den bisherigen Standort in der benachbarten Robert-Koch-Straße, der den aktuellen Kapazitätsansprüchen nicht mehr entsprach. Die neue Rettungswache bietet eine optimale verkehrstechnische Anbindung direkt am Stadtring sowie deutlich verbesserte Arbeitsbedingungen für die Einsatzkräfte. Sie verfügt über sieben Stellplätze für den Rettungsdienst und Krankentransport, eine eigene Waschhalle für die Fahrzeuge sowie entsprechende Sozialräume für das Personal. Im Erdgeschoss liegen die Fahrzeughalle, Waschhalle, ein Aufenthalts- und Schulungsbereich, verschiedene Lagerbereiche sowie die Ruheräume, um kurze Wege zu gewährleisten. Im Obergeschoss befinden sich Umkleideräume, Sanitärbereiche und Büros. Auch auf die Energiewende war der Bauherr bedacht: Es wurde bereits der Netzanschluss für eine perspektivische Nutzung der Elektromobilität bei den Rettungsfahrzeugen geschaffen sowie eine Anschlusssäule zur Anbindung von Ladestationen errichtet. Für den ökologischen Ausgleich wurde ein Gründach auf dem Sozialgebäude vorgesehen.

Am Standort Mittweidaer sind derzeit etwa 35 Mitarbeitende inklusive Auszubildender tätig und insgesamt fünf Rettungs- bzw. Notarzteinsatzfahrzeuge inkl. einem Krankentransportwagen stationiert. Der Umzug soll im Juli erfolgen. Die nun mögliche Erweiterung des Fuhrparks ist für die zweite Jahreshälfte avisiert. Die neue Mittweidaer Rettungswache gilt aktuell als die größte und modernste Rettungswache im Landkreis Mittelsachsen und ist eine der tragenden Säulen rettungsdienstlicher Infrastruktur.

Die Gesamtkosten des Neubaus betragen rund 5,3 Millionen Euro, die über die Krankenkassen refinanziert werden. Geschäftsführer Florian Claus dankte dem gesamten Planungsteam und allen am Bau beteiligten, überwiegend regionalen Firmen und lobte die außerordentlich gute Zusammenarbeit mit den Gewerken. 

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Schlüsselübergabe Rettungswache
Zelebrierten nach zweijähriger Bauzeit die feierliche Schlüsselübergabe der neuen Rettungswache Mittweida: (v.l.n.r.) Architekt Dipl.-Ing. Olaf Schenk, der 1. Beigeordnete Dr. Christoph Trumpp, der Vorstandsvorsitzende des DRK KV Döbeln-Hainichen Jörg Hirschel, DRK-Präsident Götz Kästner, Landrat Sven Krüger sowie LMK-Geschäftsführer Florian Claus.
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